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Seit 1987 verkaufen wir in Kassel-Nordshausen Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung mit dem Schwerpunkt Frischwaren. Dabei sind uns Regionalität der Produkte, kurze Wege und fairer Handel besonders wichtig.
Unsere Philosphie
Bio bedeutet für uns nicht nur Landbau ohne Pestizide, sondern auch Erhalt und Schutz von Umwelt und Natur, Tierschutz, kurze Transportwege und Unterstützung der Bio-Betriebe vor Ort, Einhaltung von Menschenrechten, sowie eine vernünftige Preispolitik. Wir nehmen Verantwortung ernst.
Wir nehmen uns Zeit für unsere Kund:innen. Beratung und Hilfe beim Einkauf ist ebenso selbstverständlich wie Hilfe beim Transport. Wenn möglich erfüllen wir auch „Sonderwünsche“ hinsichtlich des Sortiments.
Wir möchten, dass unsere Kund:innen ohne Stress und Hektik einkaufen können. Parkplätze sind direkt vor dem Geschäft und wer möchte kann sich bei gutem Wetter auf unserer Terasse bei Kaffee, Tee und Kuchen für den Heimweg stärken oder einfach ein wenig unterhalten.
Die ersten Jahre
Im Jahr 1987 hatten Martin, Elke, Elfriede und Jim die Idee, einen Bioladen zu gründen, und sie hatten überhaupt keine Erfahrung, wie das geht. Martin hatte als Gärtner und Agraringenieur erste Handelserfahrungen mit Naturprodukten beim Forst & Garten Handel machen dürfen, die anderen waren Sozialwissenschaftler:innen. Es gab noch nicht viele Bioläden und schon gar nicht Bioprodukte im Supermarkt und Discounter. In Kassel gab es den Demeterladen, und der erste Schmanddippen hatte kurz vor uns eröffnet. Im Jahr davor hatte uns die Katastrophe von Tschernobyl schockiert, und wir mussten uns mit der Sorge um verseuchte Lebensmittel und mit Becquerel-Werten auseinandersetzen.
Unsere ersten Lieferanten waren regionale Erzeuger von biologischen Lebensmitteln, und als erste überregionale Händler Naturkost Elkershausen, Rapunzel und dennree. Viele Produkte gab es nur in großen Gebinden, und so packten wir Nüsse, Trockenobst, Getreide, Hülsenfrüchte, Kräuter und Tee, sogar Waschmittel und Shampoo ab. „Unverpackt“ war das Normale. Dabei legten wir von Beginn an großen Wert auf frisches Obst und Gemüse, Käse und Backwaren. Es gab aber auch alles andere für den täglichen Bedarf.
Die Anfangszeit war mühsam; Jim und Elfriede hörten auf und wir zogen nach vier Jahren in die heutigen Geschäftsräume um. Zusammen mit Kund:innen und Freund:innen wurde der Laden komplett selbst eingerichtet. Es wurde in der Folgezeit immer wieder umgebaut und renoviert, doch im Grunde ist die ursprüngliche Einrichtung noch die Gleiche.
Von Anfang an war unser Bemühen immer qualitativ hochwertige und fair gehandelte Lebensmittel zu angemessenen Preisen anzubieten. Als Mitgliedsladen und bilanziertes Unternehmen der Gemeinwohlbewegung, GWÖ Deutschland, haben wir uns durch Frische, Service und Beratung trotz starker Konkurrenz durch den konventionellen Handel behaupten können. Und wir sind stolz darauf, als Wegbereiter:innen Teil einer Bewegung zu sein, die den Beginn eines Wandels in Gesellschaft und Umwelt hin zu mehr Gemeinschaft und Verantwortung bewirkt hat.
Wechsel und Wandel
Bis 2015 führten Elke und Martin das Quer Beet gemeinsam, wobei Elke die Verantwortung für Buchführung und Schichtplanung übernahm und Martin im Geschäft den Frischebereich managte. Nachdem sie sich trennten, führte Martin das Quer Beet alleine weiter. In dieser Umbruchphase erfüllte er sich auch den langjährigen Traum das Quer Beet zum Mitgliedsladen zu machen.
Lange Zeit blieb die Belegschaft im Quer Beet mit kleinen Änderungen die Gleiche, einige Mitarber:innen sind bis heute noch dabei. Andere orientierten sich neu, einige sind mittlerweile in Rente gegangen. Eine persönliche Ansprache und Beratung ist uns wichtig, weshalb wir bei offenen Stellen immer auf der Suche nach Personen sind, die langfristig bei uns bleiben möchten und "bio mit Herzblut" leben.
Viele Jahre gab es bei uns die Möglichkeit mit Kasseler Bürgerblüten, der Regionalwährung in Nordhessen, zu bezahlen und damit ein Netzwerk zum Erhalt und Ausbau einer gewerblichen und sozialen Infrastruktur unterstützen. Leider wird die Kasseler Bürgerblüte im März 2025 aufgegeben.
Pandemie, Kriege und Generationenwechsel
Neue Herausforderungen wie die Corona-Krise und die Verunsicherung und Bedrohung durch Krieg und Klimawandel, sowie das schwierige politische Klima, stellen uns zurzeit vor große Aufgaben. Der im Jahr 2023 geplante Umbau mit Cafébereich und größerer Ladenfläche inklusive barrierefreiem Zugang ist – der angespannten Umsatzlage geschuldet – momentan auf Eis gelegt.
Martin hat Ende Februar 2023 das Quer Beet an uns, Anke und Mira, weitergeben. In den ersten zwei Jahren war er noch regelmäßig im Frischebereich zu sehen, ab 2025 ist er in den wohlverdienten Ruhestand gegangen und wird nur noch gelegentlich aushelfen. Mira ist gelernte Gemüsegärtnerin im Bioanbau und seit 2019 im Quer Beet tätig. Anke ist seit vielen Jahren schon dabei und aus dem Quer Beet kaum wegzudenken. Sie hat Landwirtschaft und Floristik gelernt. Das Quer Beet wird als GmbH mit allen Mitarbeiter:innen und weiterhin hochwertiger Qualität und Beratungskompetenz fortgeführt.
Mit Ihrer Hilfe und weiterer Unterstützung können wir vielleicht bald unseren Wunsch realisieren, mehr Raum für Begegnung zu schaffen – mit mehr Platz für Präsentation und einem kleinen Café. Das Quer Beet ist und bleibt ein echtes Gemeinschaftsprojekt und bleibt lebendig.
